Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

 

Solarenergie mit Durchblick:

Photovoltaik-System für die Gebäudehülle 

Lichtdurchlässige Photovoltaik-Anlage der Kaustik-Solar GmbH wurde von der Handelskammer als Patent des Monats ausgezeichnet. Die IFB Hamburg unterstützte das Projekt mit Zuschüssen.

 

Schematische Darstellung des neu entwickelten Photovoltaik-Systems.

  

Photovoltaikanlagen nutzen die Strahlkraft der Sonne und wandeln sie in elektrischen Strom um. Vor allem auf Dächern und Freiflächen sind sie bereits weit verbreitet.

Gerade im städtischen Bereich besteht jedoch noch ein großes Entwicklungspotential, da die verfügbaren Flächen knapp sind.

Abhilfe wollen Peter und Robert Draheim schaffen: Das Vater-Sohn-Gespann hat 2009 mit der Kaustik-Solar GmbH  ein eigenes Unternehmen gegründet und ein Photovoltaik-Modul entwickelt, das die Sonnenstrahlen auch an der Gebäudehülle auffangen kann.

 

Innovativ: lichtdurchlässiges PV-System

Die Besonderheit ist, dass weiterhin Licht ins Innere gelangen kann. Die Entwicklung gleicht auf den ersten Blick einem herkömmlichen Lamellensystem.

Dahinter stecken jedoch lange Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die unter anderem in Kooperation mit der Helmut Schmidt Universität stattfanden.

Die Photovoltaikmodule haben einen erhöhten Toleranzwinkel für den eintreffenden Lichtwinkel, wodurch die Photovoltaik-Konzentratoren nicht mehr mechanisch nachgeführt werden müssen, nachdem sie einmal in die Gebäudehülle integriert wurden.

 

Ausgezeichnete Entwicklung

Bis August 2014 wurde die Entwicklung des Systems durch die IFB Hamburg mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt knapp 200.000,– €  öffentlich gefördert.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit schützte das junge Familienunternehmen mit einem Patent, dem gleich eine besondere Ehre zuteil wurde: Patent des Monats bei der Handelskammer Hamburg.

„Durch die umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die Kaustiksolar mit Hilfe von Fördergeldern leisten konnte, befindet sich das Unternehmen in einer guten Ausgangsposition“, so Martin Jung, Abteilungsleiter Innovation und Geschäftsentwicklung bei der IFB Hamburg.

Kaustik-Solar plant die Markteinführung des Produkts für das Jahr 2015. „Zur Zeit arbeiten wir zusammen mit Partnern an der Industrialisierung der Photovoltaik-Konzentratoren“, erklärt Peter Draheim, Geschäftsführer von Kaustik-Solar.

 

Patent 2015

Inzwischen wurde uns ein weiteres Patent zuerkannt.
Patents Nr. 10 2011 050 812

 

http://www.hamburg.de/foerderung-ressourceneffizienz/4377974/foerderbeispiel-kaustiksolar/